Hydroguard im DATIpilot: Innovation für intelligentes Gewässermonitoring

von Lorenzo Puglisi

Hydroguard im DATIpilot: Citizen Science, Blaualgenerkennung und intelligentes Gewässermonitoring

Mit Hydroguard arbeiten wir daran, Gewässermonitoring digitaler, kontinuierlicher und praxisnäher zu machen. Umso mehr freuen wir uns, dass unser Vorhaben im Rahmen von DATIpilot gefördert wird.

DATIpilot ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Es wurde im Juli 2023 veröffentlicht und umfasst zwei Module: Innovationssprints und Innovationscommunities. Ziel des Programms ist es, Förderprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen. Gleichzeitig versteht sich DATIpilot als Experimentierraum sowie als Erfahrungs- und Ideenspeicher für eine verbesserte Transfer- und Innovationsförderung in Deutschland.

Im Modul der Innovationssprints werden bundesweit rund 300 Projekte gefördert. Die Vorhaben decken ein breites Themenspektrum ab – von KI und Medizintechnik bis hin zu sozialen Innovationen. Für Hydroguard ist DATIpilot eine wichtige Möglichkeit, technologische Entwicklung, Umweltbezug und anwendungsnahe Umsetzung gezielt zusammenzubringen.

Worum es in unserem Projekt geht

Hydroguard entwickelt Lösungen für intelligentes Gewässermonitoring. Im Mittelpunkt stehen digitale Ansätze, um Veränderungen im Wasser frühzeitiger sichtbar und Gewässerdaten besser nutzbar zu machen.

Im DATIpilot-Kontext arbeiten wir dabei nicht nur an technischen Monitoring-Komponenten, sondern auch an einem ergänzenden Ansatz im Bereich Citizen Science. Ziel ist es, technisches Gewässermonitoring um strukturierte Beobachtungen, digitale Beteiligung und zusätzliche Hinweise aus dem Umfeld von Gewässern zu erweitern.

So entsteht ein Projekt, das mehrere Ebenen verbindet:

  • kontinuierliches digitales Gewässermonitoring
  • Bürgerbeteiligung über eine Citizen-Science-App
  • Unterstützung bei der Beobachtung von Blaualgenentwicklungen
  • praxisnahe Weiterentwicklung gemeinsam mit Partnern aus Hochschule und Anwendung

Citizen Science als ergänzender Baustein

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung einer Citizen-Science-App. Sie soll technisches Monitoring nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen.

Die Idee dahinter: Neben kontinuierlich erfassten Sensordaten können auch Beobachtungen vor Ort eine wichtige Rolle spielen. Gerade bei Gewässern sind sichtbare Veränderungen, lokale Hinweise oder Wahrnehmungen aus dem direkten Umfeld oft relevant, werden aber bisher nicht immer strukturiert erfasst.

Die App soll deshalb helfen,

  • Beobachtungen rund um Gewässer digital festzuhalten,
  • Informationen verständlicher zugänglich zu machen,
  • Beteiligung an Gewässerthemen zu fördern
  • und zusätzliche Hinweise in einen Monitoring-Kontext einzuordnen.

Damit schafft die App einen weiteren Zugang zu Gewässerdaten und verbindet Technologie mit lokaler Wahrnehmung und Umweltbewusstsein.

Fokus auf Blaualgenerkennung und Gewässerbeobachtung

Ein besonders relevanter Anwendungsbereich ist die Beobachtung und frühzeitigere Einordnung von Blaualgenentwicklungen. Blaualgen sind in vielen Seen und Teichen ein sensibles Thema, weil sie die Wasserqualität, die Nutzung von Gewässern und das Sicherheitsgefühl vor Ort beeinflussen können.

Im Projektkontext soll die App dazu beitragen, Beobachtungen im Zusammenhang mit auffälligen Gewässerveränderungen strukturierter zu erfassen. Dazu gehören insbesondere Hinweise, die für die Einordnung von möglichen Blaualgenentwicklungen relevant sein können.

Wichtig ist dabei: Ziel ist nicht nur, einzelne Auffälligkeiten festzuhalten, sondern diese Informationen in einen größeren Monitoring-Zusammenhang zu bringen. So kann aus lokaler Beobachtung ein zusätzlicher digitaler Baustein für Gewässerbeobachtung und Risikoeinschätzung werden.

Gerade bei Themen wie Blaualgen zeigt sich, wie sinnvoll die Verbindung aus technischer Datenerfassung und Citizen Science sein kann:

  • Sensorik liefert kontinuierliche Daten,
  • Beobachtungen vor Ort ergänzen das Bild,
  • digitale Aufbereitung schafft mehr Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit.

Zusammenarbeit mit der Ostfalia

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Zusammenarbeit mit der Ostfalia. Für Hydroguard ist diese Kooperation besonders wertvoll, weil sie technologische Entwicklung und praxisnahe Anwendung eng miteinander verbindet.

Die Zusammenarbeit ermöglicht es, Fragestellungen rund um Sensorik, digitale Gewässerbeobachtung, Citizen Science und Monitoring systematisch weiterzuentwickeln. Gleichzeitig stärkt sie den Transfer zwischen Hochschule, Innovation und realen Anwendungsfeldern.

Gerade für ein Thema wie intelligentes Gewässermonitoring ist dieser Austausch wichtig: Viele Herausforderungen liegen an der Schnittstelle von Technologie, Umweltbezug und späterer Nutzung. Die Zusammenarbeit mit der Ostfalia unterstützt uns dabei, genau diese Schnittstellen gezielt weiterzudenken.

Ausblick

In den kommenden Monaten werden wir weitere Einblicke in unsere Arbeit, in die Entwicklung der Citizen-Science-App und in den Projektfortschritt geben. Dabei wird es unter anderem um die Verbindung von Sensordaten, digitalen Beobachtungen, Blaualgenhinweisen und praktischen Einsatzszenarien gehen.

Unser Ziel bleibt dabei klar: Gewässermonitoring verständlicher, digitaler und zugänglicher machen – für Kommunen, Projekte, Forschung und weitere Anwendungen.

Hinweis zur Förderung

Gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen von DATIpilot.
Projekt: Autonomes Biomonitoring
Förderkennzeichen: Förderkennzeichen 03DPS1068B

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Written by Lorenzo Puglisi

Lorenzo Puglisi ist Mitgründer von Hydroguard. Er arbeitet an der Schnittstelle von Sensorik, IoT und digitalem Gewässermonitoring mit dem Ziel, Wasserqualitätsdaten verständlicher und praxisnah nutzbar zu machen.

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